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Letzte Aktualisierung: 22.06.2025
LLMs (Abkürzung für Large Language Models) sind KI-Modelle, die auf Basis riesiger Textdaten entwickelt werden und darauf ausgelegt sind, Sprache zu verstehen und zu generieren.
KI-Tools, die Nutzer täglich zum Texte schreiben, Übersetzen, Recherchieren oder Coden verwenden, sind meist Anwendungen, die auf einem LLM basieren. Das Modell selbst läuft im Hintergrund und ist für den Nutzer nicht direkt sichtbar. Es bildet den technischen Kern, auf dem solche Tools aufgebaut sind.
LLMs lassen sich in zwei Kategorien einteilen: proprietäre und Open-Source-Modelle. Proprietäre Modelle wie GPT oder Gemini sind nicht frei zugänglich, können aber über eine API in eigene Anwendungen eingebunden werden. Open-Source-Modelle wie Llama oder Mistral stellen ihre Gewichte öffentlich bereit, sodass Unternehmen sie herunterladen und auf eigenen Servern betreiben können
Bevor ein LLM überhaupt Texte generieren kann, durchläuft es ein aufwendiges Training. Dabei wird das Modell mit enormen Mengen an Textdaten gefüttert, darunter Bücher, Artikel, Webseiten, wissenschaftliche Paper und viele weitere Quellen. Während des Trainings lernt das Modell durch Wiederholung. Es versucht, das nächste Wort in einem Satz vorherzusagen, vergleicht seine Vorhersage mit dem tatsächlichen Text und passt seine internen Parameter entsprechend an. Dieser Prozess wird milliardenfach wiederholt, bis das Modell zuverlässig sprachliche Muster erkennt. Nach diesem Vortraining folgt meist das sogenannte Fine-Tuning. Dabei wird das Modell gezielt auf bestimmte Aufgaben oder Verhaltensweisen trainiert, etwa darauf, hilfreiche und sichere Antworten zu geben. Dieser Schritt macht aus einem rohen Sprachmodell ein nutzbares KI-Tool.
Gibt ein Nutzer dann eine Frage oder einen Text in dieses KI-Tool ein, verarbeitet das LLM dahinter diese Eingabe in mehreren Schritten. Das Ergebnis wirkt oft wie eine durchdachte Antwort. Technisch gesehen ist es jedoch immer eine Abfolge statistischer Entscheidungen, basierend auf Mustern aus den Trainingsdaten.
LLMs gibt es inzwischen von einer Vielzahl an Anbietern. Die bekanntesten stammen aus den USA, doch auch aus Europa und China kommen relevante Modelle.
LLMs können heute bereits eine Vielzahl an Aufgaben übernehmen und sowohl den privaten als auch den beruflichen Alltag unterstützen. Dazu gehören unter anderem:
Gleichzeitig haben LLMs klare Grenzen, die oft unterschätzt werden. LLMs berechnen wahrscheinliche Antworten, verstehen Inhalte aber nicht im menschlichen Sinne. Dabei können sie Informationen erfinden, die plausibel klingen, aber falsch sind. Man spricht dabei von Halluzinationen. Ohne zusätzliche Tools haben LLMs außerdem keinen Zugriff auf aktuelle Informationen und handeln ausschließlich auf Eingabe, sie agieren nicht selbstständig.
Für Alltag und Beruf bedeutet das, dass LLMs leistungsstarke Werkzeuge sind, die Aufgaben beschleunigen und vereinfachen. Gleichzeitig sollten Ergebnisse immer kritisch geprüft werden. Gerade bei faktischen Aussagen, rechtlichen Fragen oder sensiblen Entscheidungen ersetzt ein LLM kein menschliches Urteil.
LLMs verändern nicht nur den privaten Alltag, sondern auch den unternehmerischen Kontext grundlegend. Besonders im Online Marketing und SEO zeigt sich das deutlich. Nutzer suchen zunehmend nicht mehr in Google nach Informationen, Unternehmen oder Angeboten, sondern fragen direkt eine KI. Wer in diesen Antworten nicht vorkommt, verliert Sichtbarkeit. Für Unternehmen bedeutet das, dass klassische SEO allein nicht mehr ausreicht. Es geht heute darum, Inhalte so aufzubereiten, dass KI-Systeme sie verstehen, einordnen und in ihren Antworten berücksichtigen.
Bei der Optimierung für KI-Systeme werden Inhalte so aufbereitet, dass sie von LLMs verstanden, eingeordnet und in Antworten berücksichtigt werden. Dabei bildet klassisches SEO weiterhin das Fundament. Die KI-Optimierung baut darauf auf und ergänzt bestehende Strategien.
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Tim Selzer
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