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ChatGPT Ads 2026: Die ersten Learnings & Erfahrungen

|8 Minuten Lesezeit|

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Seit August 2026 ist es auch in Deutschland so weit. Mit ChatGPT Ads steht erstmals ein eigener Werbeplatz in einem KI-System zur Verfügung. Wie Menschen in ChatGPT fragen und wie der Kanal Inhalte bewertet, ist unser tägliches Geschäft als GEO-Agentur. Jetzt kommt die bezahlte Seite hinzu. Hier geben wir eine ehrliche Einschätzung, was ChatGPT Ads heute können, wo die Datenlage noch dünn ist und worauf es vor dem Start ankommt.

Blogcover mit Illustration mit vernetzten Geräten und dem Schriftzug "REST API Schnittstelle"

Was sind ChatGPT Ads überhaupt?

ChatGPT Ads sind bezahlte Anzeigen, die unter einer Antwort in ChatGPT erscheinen. Sie sind klar als gesponsert gekennzeichnet und stehen getrennt von der eigentlichen Antwort. Ausgespielt werden sie an erwachsene Nutzer von ChatGPT Free und Go. Wer Plus, Pro, Business oder Enterprise nutzt, sieht keine Werbung. Der Kanal ist neu und zugleich ungewöhnlich schnell gewachsen. Vom ersten US-Test bis zum deutschen Self-Service vergingen keine sieben Monate. Für einen Werbekanal ist das Tempo ziemlich hoch.

  • Februar 2026: Erster Test in den USA, nur Free und Go
  • Mai 2026: Ads Manager als Beta-Version, Abrechnung per Klick, eigenes Tracking-Pixel
  • 24. August 2026: Start in Deutschland, Österreich, der Schweiz und 28 weiteren europäischen Märkten
  • 31. August 2026: Self-Service im Ads Manager, ohne Agentur oder Partner

Die Anzeigenformate im Überblick

Auch bei den Formaten steht die ChatGPT Ads noch am Anfang. Das Standardformat ist die Chat Card. Sie besteht aus einem Titel, einem kurzen Beschreibungstext, einem Bild und einem Link zur Landingpage. Dazu kommen ein kleines Favicon und eine klare Kennzeichnung als Anzeige. Die Chat Card wird direkt unter der ChatGPT-Antwort angezeigt und hebt sich durch ihr Format deutlich ab. Genau darin liegt die Chance. OpenAI selbst gibt an, dass etwa 20 Prozent aller ChatGPT-Anfragen eine direkte kommerzielle Absicht haben. Erscheint eine Anzeige genau in einem solchen Moment, trifft sie nicht auf beiläufiges Scrollen, sondern auf echtes Interesse.

Für Onlineshops gibt es zusätzlich Product-Feed-Kampagnen. Statt einer einzelnen, von Hand erstellten Anzeige übernimmt ChatGPT dabei automatisch Produkte aus dem Shop-Feed und zeigt sie als Anzeige. Dafür muss der Produktkatalog entweder per SFTP hochgeladen oder über Shopify angebunden werden. Noch befinden sich diese Kampagnen (Stand Oktober 2026) aber noch in der Beta-Version. Wer seinen Produktfeed für Google Shopping bereits sauber pflegt, dürfte sich hier leichter tun. Die Grundlage sind saubere und vollständige Produktdaten, und die ist dieselbe.

Weitere Formate sind bereits angekündigt, aber noch nicht für Deutschland verfügbar. Visuelle Anzeigen bei der Bildgenerierung befinden sich im US-Test. Sponsored Agents, also ein Chat mit einem Marken-Agenten nach dem Klick, laufen bislang nur als US-Alpha. In Deutschland ist beides noch nicht verfügbar. Video- oder Karussell-Anzeigen gibt es aktuell noch gar nicht.

Wie die Auslieferung ohne Keywords funktioniert

Bei Google Ads entscheiden Suchbegriffe, wer eine Anzeige sieht. Bei Meta Ads sind es Interessen und demografische Merkmale. Bei ChatGPT Ads fehlt beides. Gesteuert wird stattdessen über den Kontext. Wer ChatGPT Ads schalten möchte, muss sich also zumindest teilweise auf eine neue Denkweise einlassen.

Der Aufbau eines Kontos folgt trotzdem einer vertrauten Struktur. Eine Kampagne legt Ziel, Budget und Laufzeit fest. Darunter liegen Anzeigengruppen mit dem Gebot und den sogenannten Context Hints. Darunter wiederum die einzelnen Anzeigen, mit festen Grenzen für Titel, Beschreibungstext und Bild. Die Context Hints sind für ChatGPT Ads zentral. Sie ersetzen, was bei SEA die Keywords sind. Bei Context Hints handelt es sich um kurze Sätze, die beschreiben, was ein Unternehmen anbietet, für wen und in welcher Situation. OpenAI empfiehlt dafür die Struktur What, Who, When, mit jeweils einem Satz pro Idee. Pro Anzeigengruppe lassen sich bis zu 2.000 solcher Hints hinterlegen. Je breiter diese Sammlung aufgestellt ist, desto öfter kann ChatGPT eine passende Anzeige zum laufenden Gespräch finden. Verglichen wird dabei nicht mit einem eingegebenen Suchbegriff, sondern mit dem Gesprächsverlauf selbst.

Zusätzlich lassen sich ChatGPT Ads nach Land, Region, Stadt oder Postleitzahl sowie nach Gerät steuern. In Europa bleibt es dabei rein kontextuell, ohne persönliche Profile oder Interessen.

Was Werbung in ChatGPT kostet

Was ChatGPT Ads kosten, lässt sich nicht an einer einzigen Zahl festmachen. Drei Abrechnungs­modelle, ein Mindest­budget und noch junge Markt­zahlen ergeben zusammen ein unvoll­ständiges, aber aufschluss­reiches Bild. Grundsätzlich beim Gebot stehen drei Modelle zur Wahl:

  • CPM für Reichweite,
  • CPC für Klicks oder
  • eine Conversion-Optimierung, bei der nach Zielaktionen abgerechnet wird.

Außerdem gilt für ChatGPT Ads ein Mindest-Tagesbudget von 15 Euro pro Kampagne. Eine solche feste Untergrenze kennt man von Google Ads bisher nicht. Wer testen will, muss also von Anfang an etwas mehr Budget einplanen als bei einem klassischen Probelauf mit ein paar Euro. Für einen komplett neuen Werbekanal ist das trotzdem eine überschaubare Summe, ein echter Test lässt sich damit also trotzdem ohne allzu großes Risiko starten.

Gefängnis

Unser Ansatz: Wir starten mit einer Testphase und klaren Stoppkriterien. So lässt sich von den eigenen Kampagnen lernen, statt sich auf fremde Zahlen zu verlassen.

Gefängnis

Jan-Henrik Bartmann, Head of Performance Marketing bei Exportarts

5. Die Muster aus den Praxisberichten

  • Klicks sind günstig, Conversions schwach. In direkten Vergleichen lag die Conversion-Rate meist unter Google.
  • E-Commerce mit Produktfeed schneidet am besten ab, B2B-Leadgen fast durchgehend schwach.
  • Setup-Fallen: Logo-Pflicht ohne Fehlermeldung, Tagesbudget als Wochenschnitt, Textanpassung standardmäßig aktiv.
  • Creatives im Antwortstil und spezifische Landingpages schlagen Startseiten.
  • . Messung als größter Stolperstein
  • Pixel-Consent steht standardmäßig auf “true”, vor der Initialisierung muss er auf “false” gesetzt werden.
  • Conversions API: Events nur bis 7 Tage alt, Stornos nicht vorgesehen.
  • Plattform-Klicks weichen teils stark von GA4 ab, etwa 152 Klicks zu 5 Sessions in einem Bericht.
  • GA4 zeigt organischen ChatGPT-Traffic unter “chatgpt.com” und dem Kanal “AI Assistant”. Bezahlte Klicks lassen sich nur mit eigenen UTMs trennen.
  • Hinweis zur Datenschutzlage ohne Rechtsberatung.

7. Agenturtauglichkeit und Recht, kurz gehalten

  • Kein Manager-Konto, Abrechnung nur per Kreditkarte des Werbetreibenden. Agenturen brauchen eine Vollmacht und haften als Intermediary.
  • Gesperrte Branchen in Europa: Gesundheit, Finanzen, Recht, Glücksspiel, Alkohol, Dating.
  • Datenschutzbehörden haben sich im Oktober zu personalisierter Werbung geäußert.

8. Die Doppelpräsenz-Hypothese: was belegt ist und was nicht

  • Als Hypothese kennzeichnen, nicht als Ergebnis.
  • Belegt: Nur 5,4 % der Werbetreibenden standen laut einer US-Analyse auch in der Antwort darüber. In Einzelfällen konvertierte organischer ChatGPT-Traffic besser als Anzeigen-Traffic.
  • Nicht belegt: Es gibt keinen Vergleich von Anzeigen mit und ohne organische Nennung.
  • Ergänzt die Leistungsseite, die “Sichtbarkeit ohne organische Nennung” als Vorteil nennt. Der Blog erklärt das Zusammenspiel.

9. Learnings für den Start

  • Fünf bis sieben Kurzpunkte im Imperativ, zum Beispiel: Tracking vor dem ersten Klick prüfen, mit Stoppkriterien starten, viele Creative-Varianten testen, Landingpage auf das Anzeigenversprechen abstimmen.

10. Ausblick

  • Angekündigt: visuelle Anzeigen (US-Test), Sponsored Agents (US-Alpha), mehr Messpartner.
  • Ohne Termin: Personalisierung in der EU, Reseller-Programm für EMEA.
  • Spekulation klar als solche markieren.

FAQ (zwei bis drei Fragen, keine Doppelung zur Leistungsseite)

  • Wann zeigt ChatGPT Ads erste Ergebnisse? Verifizierung dauert bis zu sieben Werktage, Conversions erscheinen oft mit 24 bis 48 Stunden Verzögerung.
  • Lohnt sich der Kanal für B2B? Die bisherigen Berichte sprechen dagegen, eine Aussage ist aber noch zu früh.

FAQ

Wie kann man eine REST-API einbinden?

Welche vier Arten von REST-API gibt es?

Wofür steht REST?

Was ist der Unterschied zwischen einer API und einer REST-API?

Kann eine REST-API meine Sichtbarkeit bei Google beeinträchtigen?

Tim Selzer

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