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Was gehört auf die Startseite? Ideen, Inhalte & No-Gos

|7 Minuten Lesezeit|12. August 2025

Die Startseite ist der Ort, an dem Besucher entscheiden, ob sie bleiben oder weiterziehen. Oft dauert das nur den Bruchteil einer Sekunde. Wenn der erste Eindruck nicht sitzt, war es das mit der Chance, Interesse zu wecken. Und leider passiert genau das häufiger, als man denkt. In manchen Branchen springt mehr als die Hälfte der Besucher direkt wieder ab. Gleichzeitig ist die Startseite die beste Gelegenheit, um zu zeigen, wer ihr seid, was euch besonders macht und warum jemand hier genau richtig ist. Sie kann Vertrauen aufbauen, Lust auf mehr machen und im besten Fall direkt für eine Anfrage oder einen Kauf sorgen.

Pinker Laptop als Symbolbild für die Startseite einer Corporate Brand

Must-Have-Elemente einer erfolgreichen Startseite

Egal, ob Onlineshop, Unternehmenswebsite oder persönliches Portfolio, einige Elemente gehören einfach auf jede Startseite. Sie helfen dabei, Besucher innerhalb weniger Sekunden abzuholen, Vertrauen aufzubauen und sie zum nächsten Schritt zu führen. Wir haben die wichtigsten Bausteine zusammengestellt, die in jeder Branche funktionieren und zeigen dir, wie wir sie selbst umsetzen.

Klare USPs und Value Proposition

Wenn jemand auf deiner Startseite landet, muss innerhalb von Sekunden klar sein, was du anbietest und warum du die beste Wahl bist. Studien der Nielsen Norman Group zeigen, dass Nutzer sich innerhalb von 0,05 Sekunden ein Urteil über eine Website bilden. Das ist so schnell wie ein Augenaufschlag und genau in dieser Zeit entscheidet sich, ob jemand bleibt oder geht.

Deshalb gehört deine Value Proposition ganz nach oben: Wer bist du, was machst du, und welchen Mehrwert bietest du? Keine kryptischen Slogans, sondern klare, greifbare Aussagen.

Beispiel aus einem unserer Projekte:

Bei unserer eigenen Website setzten wir direkt nach unserem emotionalen Header auf klare Fakten und unsere drei wichtigsten USPs.

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3 Vorteile direkt auf einen Blick

Navigational Content und Struktur

Die Startseite ist nicht nur Begrüßung, sondern auch Wegweiser. Sie sollte ein Abbild der wichtigsten Unterseiten sein und einen Überblick über euer Angebot geben, quasi eine Inhaltsübersicht in ansprechender Form. Das ist vor allem für Besucher wichtig, die keine Lust haben, sich durch alle Menüpunkte zu klicken, sondern schnell verstehen wollen, was ihr anbietet.

Eine klare Navigation senkt nachweislich die Absprungrate im Schnitt um 20 Prozent. Neben einer durchdachten Hauptnavigation sollte auch die Startseite selbst navigational aufgebaut sein: kurze Teaser zu den Hauptleistungen, klare Weiterleitungen zu relevanten Seiten und die wichtigsten Infos so platziert, dass man nach dem ersten Scrollen schon ein umfassendes Bild vom Unternehmen hat.

Conversion-starke Call-to-Actions

CTAs sind nicht nur bunte Buttons. Sie sind die Einladung zum nächsten Schritt und die Platzierung, Formulierung und Art entscheiden, wie oft sie geklickt werden. Studien zeigen: CTAs oberhalb des sichtbaren Bereichs erreichen eine 84 Prozent höhere Klickrate als solche am Ende der Seite (Studie: NNGroup).

Wir testen in Projekten wie Gelb Solar nicht nur unterschiedliche Positionen, sondern auch verschiedene CTA-Typen. Im Header sitzt ein Anfragefunnel, der schon mit der ersten Interaktion ins Gespräch führt. Weiter unten gibt es Zwischen-Einstiege, z. B. eine kurze Abfrage „Wie viele Personen wohnen in Ihrem Haushalt?“, die intuitiv zurück in den Funnel leitet. Am Seitenende wird der Funnel erneut angeboten – diesmal mit einer anderen Formulierung. Statt klassisch „Jetzt kaufen“ setzen wir auf Conversion-Texte wie „Jetzt sparen“, die emotionaler wirken und weniger Kaufdruck auslösen.

Das Ziel: Den Nutzer dort abholen, wo er gerade in seiner Entscheidung steht, und ihn mit dem richtigen Einstieg zur Conversion führen.

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Intuitiver CTA Button bei Gelb Solar

Visuelles Vertrauen und Branding

Bilder, Videos und Design sind oft der erste emotionale Kontaktpunkt mit eurer Marke. Laut MDG Advertising können visuelle Elemente die Verweildauer um bis zu 94 Prozent steigern. Dabei geht es nicht nur um schöne Bilder, sondern um Authentizität und Konsistenz.

Ein einheitlicher Look, stimmige Farben, konsistente Typografie und hochwertige Medien schaffen Vertrauen. Echte Fotos aus dem Unternehmen oder von Projekten wirken oft überzeugender als Stockbilder, weil sie Nähe und Glaubwürdigkeit vermitteln.

Testimonials & Kundenstimmen

Kundenstimmen sind oft der letzte Schubs, den ein Interessent braucht, um Kontakt aufzunehmen. Sie transportieren nicht nur Erfahrungen, sondern schaffen auch das Gefühl: „Andere waren zufrieden – also werde ich es auch sein.“ Laut einer Studie von BrightLocal vertrauen 88 % der Nutzer Online-Bewertungen genauso wie persönlichen Empfehlungen. Auf der Startseite sind kurze, authentische Zitate mit Name, Bild und ggf. Unternehmensbezug besonders wirkungsvoll. Noch stärker ist die Kombination mit Videotestimonials, die Emotionen transportieren und gleichzeitig den Beweis liefern, dass die Stimme echt ist.

Social Proof & Logos

Bekannte Marken, Zertifikate oder Auszeichnungen sind mehr als nur Schmuck für die Startseite – sie sind psychologische Vertrauensanker. Laut einer CXL-Studie kann das Einbinden von Logos bekannter Kunden die Conversion Rate um bis zu 34 % steigern. Der Grund: Menschen vertrauen dem, was andere – vor allem große oder renommierte Player – bereits nutzen. Platziere solche Logos in einem eigenen Abschnitt, idealerweise nach deinen USPs oder in einem vertrauensbildenden Footerbereich. Achte darauf, nur relevante und aktuelle Referenzen zu zeigen, um Glaubwürdigkeit zu wahren.

Blog- oder News-Preview

Eine Blog- oder News-Preview ist eine hervorragende Möglichkeit, Besucher länger auf der Website zu halten und gleichzeitig für SEO frische Inhalte zu liefern. Sie signalisiert, dass das Unternehmen aktiv ist, sich mit aktuellen Themen beschäftigt und Expertise besitzt. In einem unserer Projekte führte eine prominent platzierte Blog-Preview zu einer spürbar höheren Klicktiefe und mehr wiederkehrenden Besuchern, weil Interessenten direkt neugierig auf weiterführende Artikel wurden. Achte darauf, dass die Teaser ansprechend gestaltet sind – ein guter Titel, ein kurzer Auszug und ein aussagekräftiges Bild können hier entscheidend sein.

Struktur & Aufbau für eine starke Startseite

Eine starke Startseite ist kein Deko Regal, sondern eine geführte Reise. Sie bringt in klarer Reihenfolge rüber, was ihr anbietet, warum es relevant ist und wohin der nächste Schritt führt. Die folgenden Punkte für den Aufbau einer Startseite sind praxisbewährt und funktionieren branchenübergreifend.

1) Klarer Aufbau statt Feature Feuerwerk

Starte deine Startseite mit der Kernbotschaft und einem primären Einstieg. Direkt danach im Aufbau folgen kurze Teaser zu Leistungen, Belege für Vertrauen und konkrete Wege weiter. Inhalte, die überblicken lassen, kommen nach oben. Inhalte, die vertiefen, folgen weiter unten. So vermeidest du kognitive Reibung und führst Menschen mit dem Aufbau deiner Startseite ganz natürlich zum Ziel.

Above the fold muss drei Dinge liefern: was ihr macht, warum es relevant ist, was als nächstes passiert. Platzierte Inhalte im sichtbaren Bereich bekommen messbar mehr Aufmerksamkeit, deshalb gehört der wichtigste CTA nach oben. Mehrere Studien zeigen, dass Elemente im sichtbaren Bereich deutlich öfter wahrgenommen und geklickt werden als weiter unten. Das gilt gerade für erste Handlungsaufrufe. 

2) Mobile First als Standard

Mehr als die Hälfte der Besuche passiert mobil, daher ist Mobile Responsiveness auch für deine Startseite Pflicht. Kleine Verbesserungen bei der Geschwindigkeit zahlen direkt auf Conversions ein. Ein Forschungsteam von Google und Deloitte zeigt: schon 0,1 Sekunden schneller führen zu +8 Prozent Conversions im Handel und +10 Prozent im Travel Bereich. Heißt übersetzt für die Startseite: erst auf dem Telefon layouten, erst dort priorisieren, erst dort messen. 

Wichtig sind außerdem klare Interaktionen. Google empfiehlt Touch Ziele von etwa 48 mal 48 Einheiten, damit Buttons und Links zuverlässig getroffen werden. Plane Abstände ein, damit Elemente nicht zu dicht beieinander liegen. Das macht Navigation und CTAs auf kleinen Displays spürbar leichter. 

3) Geschwindigkeit ist UX

Schnelle Seiten konvertieren besser. Analysen zeigen, dass ein 1 Sekunden Ladezeitfenster deutlich höhere Conversion Raten bringt als 5 Sekunden. Parallel gilt auf Mobilgeräten: 53 Prozent der Besuche springen ab, wenn der Aufbau länger als drei Sekunden dauert. Setze deshalb schon auf der Startseite schlanke Bilder, wenig blockierendes Skript und kurze kritische Pfade ein. 

Richte dich an den Core Web Vitals aus. Gute Zielwerte sind ein LCP im Bereich bis 2,5 Sekunden, ein INP unter 200 Millisekunden und ein CLS unter 0,1. Das sind die Benchmarks, an denen Google gute Nutzererlebnisse misst. 

4) Scroll Tiefe bewusst gestalten

Menschen scrollen, wenn der Inhalt führt. Aufmerksamkeit fällt oben nicht automatisch am stärksten an. Untersuchungen zeigen, dass sich Engagement unterhalb der ersten Ansicht häufig steigert, wenn die Seite sinnvoll aufgebaut ist und visuelle Hinweise zum Weiterscrollen geben. Nutze klare Abschnittsanfänge, gute Zwischenüberschriften und erkennbare Ankerpunkte. 

Praktisch heißt das: plane drei bis fünf starke Abschnitte, jeder mit klarer Aufgabe und einem passenden Einstieg weiter.

5) Interne Verlinkung mit System

Verweise von der Startseite auf die wichtigsten Hubs eurer Site. Das verbessert Navigation, senkt Absprungraten und verteilt Autorität sinnvoll. Platziere Links im Kontext und benutze klare, beschreibende Linktexte. Das unterstützt Nutzer beim Verständnis und hilft Suchmaschinen, Beziehungen zu erkennen.

6) Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal

Ausreichender Farbkontrast, gute Schriftgrößen, verständliche Fokus Reihenfolge und klare Tastaturbedienung zahlen direkt auf Nutzung und Reichweite ein. Gleichzeitig vermeidest du technische Fallen, die Interaktionen blockieren.

7) Messen, lernen, verbessern

Lege Events für wichtige Aktionen an, etwa Klicks auf die Teaser, Scroll Tiefen und CTA Interaktionen. Achte bei Experimenten darauf, nicht alles zugleich zu verändern. Kleine, saubere Tests zeigen schneller, was wirklich wirkt. Die Startseite ist ein Produkt, kein Plakat.

Drei schnelle Checkfragen für euren Feinschliff

  • Versteht man in einer Sekunde, was ihr anbietet und was als nächstes zu tun ist?
  • Funktioniert die Seite auf dem Telefon genauso schnell oder schneller als auf dem Desktop?
  • Führt jeder Abschnitt zu einem sinnvollen nächsten Schritt?

No-Gos auf einer Startseite

Die Startseite ist oft der erste Eindruck, den ein Nutzer von deinem Unternehmen bekommt – und der kann schnell auch der letzte sein, wenn bestimmte Fehler gemacht werden. Diese Punkte solltest du unbedingt vermeiden, um Besucher nicht direkt zu verlieren:

  • Unklare Botschaft: Wenn nicht sofort erkennbar ist, was du anbietest, springen Nutzer ab.
  • Überladene Gestaltung: Zu viele Farben, Schriften oder Designelemente lenken vom Wesentlichen ab.
  • Zu lange Ladezeiten: Jede zusätzliche Sekunde kann die Absprungrate deutlich erhöhen.
  • Fehlende mobile Optimierung: Ohne responsives Design verlierst du die Hälfte deiner potenziellen Besucher.
  • Keine klaren Call-to-Actions: Nutzer wissen nicht, was der nächste Schritt ist.
  • Stockfotos ohne Wiedererkennungswert: Authentizität ist wichtiger als perfekt inszenierte, austauschbare Bilder.
  • Autoplay-Videos oder Musik: Kann Besucher abschrecken und Ladezeiten verlängern.
  • Versteckte Navigation: Wenn Nutzer nicht intuitiv finden, wonach sie suchen, sind sie schnell weg.
  • Fachjargon ohne Erklärung: Verständliche Sprache überzeugt mehr als komplizierte Begriffe.

So gelingt eine erfolgreiche Startseite

Eine gute Startseite ist mehr als nur der erste Eindruck, sie ist der Dreh- und Angelpunkt jeder Website. Hier entscheidet sich, ob Besucher bleiben, weiterlesen und konvertieren oder ob sie abspringen. Die besten Startseiten verbinden starkes Webdesign mit klarem, nutzerzentriertem Content. Farben, Bilder, Typografie und Struktur arbeiten Hand in Hand, um Vertrauen aufzubauen und Orientierung zu geben.

Der perfekte Kompromiss zwischen Design und Nutzerführung

Eine optisch ansprechende Startseite allein reicht nicht aus. Sie muss gleichzeitig schnell erfassbar sein, klare Call-to-Actions enthalten und die wichtigsten Informationen im sichtbaren Bereich präsentieren. Elemente wie eindeutige USPs, eine intuitive Navigation und Conversion-starke Einstiege sorgen dafür, dass sich Besucher innerhalb weniger Sekunden zurechtfinden. So entsteht ein harmonischer Mix aus Ästhetik und Funktionalität, der nicht nur schön aussieht, sondern auch messbar wirkt.

Was eine gute Startseite ausmacht

Wer seine Startseite gestalten will, sollte auf einen logischen Aufbau, ein mobiloptimiertes Design und Inhalte setzen, die für die eigene Zielgruppe relevant sind. Ob für ein Unternehmen, einen Online-Shop oder ein Dienstleistungsangebot: Die Startseite ist immer die zentrale Visitenkarte im Netz. Sie sollte informieren, überzeugen und zum Handeln animieren. Am Ende zählt, dass Design und Inhalte gemeinsam die Nutzerbedürfnisse erfüllen und dabei gleichzeitig die Conversion-Rate steigern.

„People ignore design that ignores people.“

Frank Chimero, Designer

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