Google Shopping Ads, auch Produktanzeigen oder Product Listing Ads genannt, sind bezahlte Anzeigen, die ein konkretes Produkt mit Bild, Titel, Preis und Shopnamen zeigen. Sie erscheinen in der Google-Suche, oft oberhalb der Textanzeigen, im Shopping-Tab, in der Bildersuche und auf weiteren Google-Flächen. Wer nach „Laufschuhe Damen wasserdicht“ sucht, sieht so auf einen Blick mehrere passende Produkte verschiedener Händler im direkten Vergleich.
Shopping Ads sind ein Teil der Suchmaschinenwerbung (SEA) und laufen über Google Ads. Anders als bei klassischen Suchanzeigen schreibst du keine Anzeigentexte und buchst keine Keywords. Die Inhalte kommen aus dem Produktfeed im Google Merchant Center.
Grundlage ist der Produktfeed: eine Liste aller Artikel mit Titel, Beschreibung, Preis, Bild, Verfügbarkeit und Kennnummern. Google gleicht diese Daten mit jeder Suchanfrage ab und entscheidet, welche Produkte passen. Die Auswahl erfolgt also nicht über Keywords, sondern über die Produktdaten selbst. Ein präziser Produkttitel ist deshalb einer der wichtigsten Hebel für den Erfolg.
Abgerechnet wird in der Regel pro Klick. Wie bei Suchanzeigen findet für jede Suche eine Auktion statt, in die Gebot, erwartete Klickrate und Relevanz des Produkts einfließen.
Seit der Umstellung der früheren smarten Shopping-Kampagnen läuft ein großer Teil der Shopping-Anzeigen über Performance Max. Viele Shops kombinieren beide Typen oder starten mit einer Standard-Shopping-Kampagne, um zu lernen, welche Produkte gut laufen, bevor sie auf Performance Max umsteigen.
In einer Standard-Shopping-Kampagne werden Produkte in Gruppen unterteilt, zum Beispiel nach Kategorie, Marke, Artikel-ID oder eigenen Labels aus dem Merchant Center. Für jede Gruppe lassen sich eigene Gebote festlegen. So können Bestseller oder margenstarke Produkte stärker beworben werden als Artikel mit geringem Gewinn. Bei automatischen Gebotsstrategien wie Ziel-ROAS übernimmt Google diese Gewichtung anhand der übermittelten Conversion-Werte.
Eine Besonderheit in Europa sind Comparison Shopping Services, kurz CSS. Seit einer Entscheidung der EU-Kommission im Jahr 2017 können Händler Shopping-Anzeigen nicht nur über Google selbst, sondern auch über zertifizierte Preisvergleichsdienste schalten. Für Werbetreibende ändert sich an der Anzeige kaum etwas, je nach Anbieter können die Klickpreise aber günstiger ausfallen. Erkennbar ist der genutzte Dienst am Hinweis unter der Anzeige, etwa „Von Google“ oder dem Namen des jeweiligen Preisvergleichsdienstes.
Shopping Ads zeigen Produkte genau in dem Moment, in dem jemand kaufbereit sucht. Bild und Preis stehen direkt in der Anzeige, Nutzer klicken also bereits mit einer klaren Vorstellung. Das führt oft zu einer guten Conversion-Rate. Gleichzeitig vergleichen Nutzer direkt mit Mitbewerbern: Preis, Versandkosten, Bewertungen und Bildqualität entscheiden mit über den Klick.
Zusätzliche Informationen machen Shopping-Anzeigen noch auffälliger. Dazu gehören Produktbewertungen mit Sternen, Verkäuferbewertungen, Hinweise auf kostenlosen Versand oder einfache Rückgabe sowie Sonderangebote mit Streichpreis. Diese Angaben stammen aus dem Merchant Center oder aus Bewertungsprogrammen und können die Klickrate deutlich beeinflussen.
Ein Beispiel: Ein Shop für Gartenmöbel teilt seine Shopping-Kampagne nach Marge in drei Produktgruppen. Lounge-Sets mit hoher Marge bekommen ein höheres Gebot, Zubehör mit geringer Marge ein niedrigeres. Zusätzlich werden die Titel um Material und Maße ergänzt. So fließt das Budget dorthin, wo jeder Verkauf am meisten einbringt. Nach einigen Wochen zeigt der Suchbegriffbericht außerdem, bei welchen Anfragen die Produkte erscheinen. Begriffe wie „gebraucht“ oder „selber bauen“ werden ausgeschlossen, weil sie kaum zu Käufen führen. Wie wir Shopping-Kampagnen mit Suche und Performance Max verbinden, zeigt unsere Seite zu Google Ads.
FAQ

Tim Selzer
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