Performance Max, kurz PMax, ist ein vollautomatisierter Kampagnentyp in Google Ads, den Google im November 2021 für alle Werbetreibenden eingeführt hat. Statt für jeden Kanal eine eigene Kampagne anzulegen, stellst du einer einzigen Kampagne Texte, Bilder, Videos und gegebenenfalls einen Produktfeed zur Verfügung. Google entscheidet dann selbst, wo und in welcher Kombination die Anzeigen erscheinen.
Die Ausspielung umfasst die Google-Suche, Shopping, YouTube, das Displaynetzwerk, Discover, Gmail und Google Maps. Gesteuert wird ausschließlich über Ziele: PMax optimiert auf Conversions oder Conversion-Wert und nutzt dafür die Gebotsstrategien von Smart Bidding. 2022 hat Google die bisherigen smarten Shopping-Kampagnen und lokalen Kampagnen auf Performance Max umgestellt.
Das Herzstück sind Asset-Gruppen. Eine Asset-Gruppe bündelt alle Bausteine zu einem Thema: Titel, Beschreibungen, Bilder, Logos, Videos und die Ziel-URL. Google kombiniert diese Assets je nach Kanal und Nutzer zu passenden Anzeigen. Je vielfältiger und hochwertiger das Material, desto mehr Platzierungen kann die Kampagne bespielen. Fehlen etwa eigene Videos, kann YouTube nur eingeschränkt oder mit automatisch erzeugten Clips genutzt werden. Im Asset-Bericht siehst du anschließend, welche Bausteine wie häufig ausgespielt werden.
Mit Zielgruppensignalen gibst du Google Hinweise, wen es zuerst ansprechen soll, zum Beispiel deine Kundenliste oder Website-Besucher. Das ist keine harte Eingrenzung, sondern ein Startpunkt für das Lernen. Suchthemen funktionieren ähnlich für die Google-Suche: Sie zeigen, bei welchen Suchanfragen die Kampagne relevant ist. Seit 2025 sind bis zu 50 Suchthemen pro Asset-Gruppe möglich.
Für Onlineshops ist der Produktfeed aus dem Google Merchant Center entscheidend. Er liefert Titel, Preise, Bilder und Verfügbarkeiten. PMax spielt daraus Shopping-Anzeigen aus und kann Produkte auch in Video- oder Displayanzeigen einbauen.
PMax arbeitet immer mit automatischen Geboten. Zur Wahl stehen „Conversions maximieren“ und „Conversion-Wert maximieren“, jeweils optional mit einem Ziel-CPA oder Ziel-ROAS. Zusätzlich lässt sich festlegen, dass die Kampagne Neukunden bevorzugt oder ausschließlich anspricht. Dafür muss Google Bestandskunden erkennen können, etwa über eine hochgeladene Kundenliste. Ohne diese Einstellung verteilt PMax das Budget, ohne zwischen neuen und bestehenden Kunden zu unterscheiden.
Am besten funktioniert PMax im E-Commerce mit sauberem Produktfeed und Conversion-Werten, außerdem bei Hotels und Reiseanbietern. Voraussetzung ist ein zuverlässiges Conversion-Tracking mit ausreichend Daten, damit der Algorithmus lernen kann. Auch lokale Unternehmen mit Ladengeschäft profitieren, weil PMax Google Maps und das Unternehmensprofil einbezieht und auf Ziele wie Ladenbesuche oder Anrufe optimieren kann.
In der Leadgenerierung ist Vorsicht geboten. Weil PMax auch auf Display- und Partnerflächen ausspielt, entstehen schnell viele, aber minderwertige Anfragen bis hin zu Spam. Sinnvoll ist PMax hier erst, wenn die Lead-Qualität aus dem CRM an Google zurückgespielt wird und die Kampagne auf qualifizierte Leads statt auf jedes ausgefüllte Formular optimiert. Wie wir PMax mit Suche, Shopping und YouTube kombinieren, zeigt unsere Seite zu Google Ads.
Ein Beispiel: Ein Onlineshop für Outdoor-Ausrüstung legt je eine Asset-Gruppe für Zelte, Schlafsäcke und Rucksäcke an, jeweils mit eigenen Bildern, Texten und der passenden Kategorie aus dem Feed. Die Kundenliste dient als Zielgruppensignal, die eigenen Markenbegriffe werden ausgeschlossen. So sieht der Shop pro Produktbereich, welcher Umsatz zu welchem Return on Ad Spend (ROAS) entsteht.
Lange galt PMax als Blackbox. 2025 hat Google mehrere Steuerungs- und Berichtsfunktionen nachgeliefert:
Damit lässt sich PMax deutlich besser kontrollieren und mit klassischer Suchmaschinenwerbung (SEA) verzahnen. Die Grundlogik bleibt aber: Google entscheidet über Platzierung und Zielgruppe, du steuerst über Ziele, Assets und Ausschlüsse.
FAQ

Tim Selzer
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