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Performance Max (PMax)

Letzte Aktualisierung: 21.10.2026

Was ist Performance Max?

Performance Max, kurz PMax, ist ein vollautomatisierter Kampagnentyp in Google Ads, den Google im November 2021 für alle Werbetreibenden eingeführt hat. Statt für jeden Kanal eine eigene Kampagne anzulegen, stellst du einer einzigen Kampagne Texte, Bilder, Videos und gegebenenfalls einen Produktfeed zur Verfügung. Google entscheidet dann selbst, wo und in welcher Kombination die Anzeigen erscheinen.

Die Ausspielung umfasst die Google-Suche, Shopping, YouTube, das Displaynetzwerk, Discover, Gmail und Google Maps. Gesteuert wird ausschließlich über Ziele: PMax optimiert auf Conversions oder Conversion-Wert und nutzt dafür die Gebotsstrategien von Smart Bidding. 2022 hat Google die bisherigen smarten Shopping-Kampagnen und lokalen Kampagnen auf Performance Max umgestellt.

Wie funktioniert eine Performance-Max-Kampagne?

Asset-Gruppen

Das Herzstück sind Asset-Gruppen. Eine Asset-Gruppe bündelt alle Bausteine zu einem Thema: Titel, Beschreibungen, Bilder, Logos, Videos und die Ziel-URL. Google kombiniert diese Assets je nach Kanal und Nutzer zu passenden Anzeigen. Je vielfältiger und hochwertiger das Material, desto mehr Platzierungen kann die Kampagne bespielen. Fehlen etwa eigene Videos, kann YouTube nur eingeschränkt oder mit automatisch erzeugten Clips genutzt werden. Im Asset-Bericht siehst du anschließend, welche Bausteine wie häufig ausgespielt werden.

Zielgruppensignale und Suchthemen

Mit Zielgruppensignalen gibst du Google Hinweise, wen es zuerst ansprechen soll, zum Beispiel deine Kundenliste oder Website-Besucher. Das ist keine harte Eingrenzung, sondern ein Startpunkt für das Lernen. Suchthemen funktionieren ähnlich für die Google-Suche: Sie zeigen, bei welchen Suchanfragen die Kampagne relevant ist. Seit 2025 sind bis zu 50 Suchthemen pro Asset-Gruppe möglich.

Produktfeed

Für Onlineshops ist der Produktfeed aus dem Google Merchant Center entscheidend. Er liefert Titel, Preise, Bilder und Verfügbarkeiten. PMax spielt daraus Shopping-Anzeigen aus und kann Produkte auch in Video- oder Displayanzeigen einbauen.

Gebotsstrategien und Ziele

PMax arbeitet immer mit automatischen Geboten. Zur Wahl stehen „Conversions maximieren“ und „Conversion-Wert maximieren“, jeweils optional mit einem Ziel-CPA oder Ziel-ROAS. Zusätzlich lässt sich festlegen, dass die Kampagne Neukunden bevorzugt oder ausschließlich anspricht. Dafür muss Google Bestandskunden erkennen können, etwa über eine hochgeladene Kundenliste. Ohne diese Einstellung verteilt PMax das Budget, ohne zwischen neuen und bestehenden Kunden zu unterscheiden.

Für wen eignet sich Performance Max?

Am besten funktioniert PMax im E-Commerce mit sauberem Produktfeed und Conversion-Werten, außerdem bei Hotels und Reiseanbietern. Voraussetzung ist ein zuverlässiges Conversion-Tracking mit ausreichend Daten, damit der Algorithmus lernen kann. Auch lokale Unternehmen mit Ladengeschäft profitieren, weil PMax Google Maps und das Unternehmensprofil einbezieht und auf Ziele wie Ladenbesuche oder Anrufe optimieren kann.

In der Leadgenerierung ist Vorsicht geboten. Weil PMax auch auf Display- und Partnerflächen ausspielt, entstehen schnell viele, aber minderwertige Anfragen bis hin zu Spam. Sinnvoll ist PMax hier erst, wenn die Lead-Qualität aus dem CRM an Google zurückgespielt wird und die Kampagne auf qualifizierte Leads statt auf jedes ausgefüllte Formular optimiert. Wie wir PMax mit Suche, Shopping und YouTube kombinieren, zeigt unsere Seite zu Google Ads.

Ein Beispiel: Ein Onlineshop für Outdoor-Ausrüstung legt je eine Asset-Gruppe für Zelte, Schlafsäcke und Rucksäcke an, jeweils mit eigenen Bildern, Texten und der passenden Kategorie aus dem Feed. Die Kundenliste dient als Zielgruppensignal, die eigenen Markenbegriffe werden ausgeschlossen. So sieht der Shop pro Produktbereich, welcher Umsatz zu welchem Return on Ad Spend (ROAS) entsteht.

Mehr Kontrolle: Neuerungen seit 2025

Lange galt PMax als Blackbox. 2025 hat Google mehrere Steuerungs- und Berichtsfunktionen nachgeliefert:

  • Kanalberichte: Leistung getrennt nach Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps.
  • Suchbegriffbericht: Einblick, bei welchen Suchanfragen die Anzeigen erschienen sind.
  • Ausschließende Keywords auf Kampagnenebene: unpassende Suchanfragen gezielt ausschließen.
  • Markenausschlüsse: verhindern, dass PMax Umsätze aus Suchen nach dem eigenen Markennamen für sich beansprucht.
  • Demografie- und Gerätesteuerung: Altersgruppen ausschließen und Geräte gezielt ansteuern.

Damit lässt sich PMax deutlich besser kontrollieren und mit klassischer Suchmaschinenwerbung (SEA) verzahnen. Die Grundlogik bleibt aber: Google entscheidet über Platzierung und Zielgruppe, du steuerst über Ziele, Assets und Ausschlüsse.

Häufige Fehler bei Performance Max

  • Markensuchen nicht ausgeschlossen: Die Kampagne wirkt erfolgreicher, als sie ist, weil sie Käufer abfängt, die ohnehin gekommen wären.
  • Schwache Assets: Ohne eigene Videos erstellt Google teils automatisch welche, die selten zur Marke passen.
  • Zu viele Kampagnen bei wenig Daten: Jede PMax-Kampagne braucht genug Conversions zum Lernen. Wer das Budget auf viele Kampagnen verteilt, bremst alle aus.
  • Ziel-URL-Erweiterung ungeprüft: PMax darf standardmäßig auch andere Seiten deiner Website als Ziel wählen. Ohne Ausschlüsse landen Nutzer etwa auf Karriere- oder Blogseiten.

Du hast noch Fragen zu Performance Max?

FAQ

Welches Budget braucht eine Performance-Max-Kampagne?

Lohnt sich Performance Max für die Leadgenerierung?

Ersetzt Performance Max die klassische Suchkampagne?

Kann man bei Performance Max Keywords ausschließen?

Tim Selzer

Tim Selzer

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