Strukturierte Daten sind standardisierte Zusatzinformationen im Quellcode einer Website. Sie helfen Suchmaschinen dabei, die Inhalte besser zu verstehen und richtig einzuordnen. Dadurch können Suchmaschinen die ausgespielten Ergebnisse gezielt anreichern und als sogenannte Rich Snippets darstellen. Auch für KI-Systeme sind strukturierte Daten wichtig, da diese Website-Inhalte klar strukturieren und es ermöglichen, Informationen schnell, eindeutig und kontextbezogen zuzuordnen.
Strukturierte Daten sind zwar kein direkter Rankingfaktor, trotzdem ist ihr korrekter Einsatz wichtig und kann sich positiv auf eure Sichtbarkeit auswirken. Dank dieser Informationen kann Google zusätzliche Angaben zu den Snippets hinzufügen – zum Beispiel Bewertungen, Preise, Öffnungszeiten, Verfügbarkeiten, Veranstaltungsdaten oder aufklappbare FAQ-Antworten. Diese erweiterten Darstellungen fallen stärker ins Auge, wirken vertrauenswürdiger und können so die Klickrate erhöhen.
Aber nicht nur für klassisches SEO, sondern besonders auch für GEO (Generative Engine Optimization) spielen strukturierte Daten eine immer größere Rolle. Mit der zunehmenden Nutzung von ChatGPT, Google Gemini, den AI Overviews oder weiteren LLMs verändert sich die Art, wie Inhalte gefunden und ausgespielt werden. Es geht nicht mehr nur um klassische SEO-KPIs wie Rankings, sondern auch darum, von KI-Systemen korrekt verstanden und verarbeitet zu werden.
Strukturierte Daten liefern dafür die nötige Grundlage. Sie geben Inhalten einen klaren Kontext und machen für Maschinen eindeutig erkennbar, worum es sich genau handelt. Sind Inhalte sauber ausgezeichnet, können KI-Systeme sie leichter analysieren, richtig einordnen und gezielt in Antworten, Zusammenfassungen oder Übersichten integrieren.
Strukturierte Daten sind also insbesondere wichtig für:


Beispiel für ein Review-Rich-Snippet mit Sternebewertung
Strukturierte Daten lassen sich für zahlreiche Inhalte und Seitentypen einsetzen. Sie bestehen immer aus zwei Teilen: einem Schema-Typ und den dazugehörigen Eigenschaften. Der Typ definiert, um welche Art von Inhalt es sich handelt, während die Eigenschaften die konkreten Details dazu liefern. Erst das Zusammenspiel beider Elemente sorgt dafür, dass Suchmaschinen und KI-Systeme die Inhalte eindeutig verstehen und korrekt darstellen können.
Damit Suchmaschinen eindeutig erkennen können, wer ihr seid, wo euer Unternehmen sitzt und wie man euch erreicht, lassen sich diese Angaben strukturiert hinterlegen. Richtig umgesetzt, können diese Infos dann im sogenannten Knowledge Panel erscheinen, also im Infokasten auf der rechten Seite der SERP. Dazu gehören unter anderem Logo, Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Bewertungen.
Mit Hilfe von Breadcrumbs kann Google die Hierarchie der Website nachvollziehen und besser verstehen, wie einzelne Seiten miteinander verbunden sind und wo sich eine Unterseite innerhalb der Gesamtstruktur befindet. Statt einer langen URL erscheint in den Suchergebnissen eine klare Navigationsstruktur, zum Beispiel: Startseite > Leistungen > SEO.
Bei Produktseiten lassen sich Informationen wie Preis, Verfügbarkeit, Hersteller und Bewertungen strukturiert hinterlegen. Diese Hinweise können dann direkt in den SERPs angezeigt werden und die Kliickwahrscheinlichkeit steigern.
Mit strukturierten Daten für FAQs erkennt Google sofort, dass hier konkrete Fragen beantwortet werden. Statt nur eines normalen Suchergebnisses können diese Fragen und Antworten direkt unter eurem Snippet als aufklappbare Antworten erscheinen. Das sorgt für mehr Sichtbarkeit und nimmt deutlich mehr Platz in den Suchergebnissen ein.
Erklärt ihr auf eurer Website Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder veröffentlicht Rezepte, lassen sich diese Inhalte mit strukturierten Daten klar und logisch auszeichnen. So werden einzelne Schritte, benötigte Materialien oder Zutaten sowie Zeitangaben eindeutig gekennzeichnet und maschinell besser verstanden. Dadurch können zusätzliche Informationen wie Dauer, Zutaten oder einzelne Schritte direkt in den Suchergebnissen hervorgehoben dargestellt werden.
Artikel oder Blogbeiträge können mithilfe strukrurierter Daten eindeutig als redaktioneller Inhalt gekennzeichnet und Informationen wie Autor, Veröffentlichungsdatum und Vorschaubild strukturiert hinterlegt werden. In den Suchergebnissen können diese Zusatzinfos dann direkt angezeigt werden, besonders bei News- oder Magazin-Inhalten.
Trust-Elemente sind ein wichtiger Bestandteil des Online-Marketings, wobei Kundenbewertungen zu den stärksten Vertrauenssignalen überhaupt gehören. Diese können so ausgezeichnet werden, dass Durchschnittswert und Anzahl der Rezensionen klar erkennbar sind und direkt mit sichtbaren Sternen ausgespielt werden. So entsteht bereits vor dem Klick ein positiver Eindruck und das Vertrauen in euer Angebot wird frühzeitig gestärkt.
Auch Veranstaltungen wie Webinare, Workshops oder Messen lassen sich mit strukturierten Daten eindeutig kennzeichnen. Dabei können wichtige Angaben wie Datum, Uhrzeit, Veranstaltungsort und Ticketinformationen sauber hinterlegt werden. So wird klar erfasst, wann und wo das Event stattfindet und ob beispielsweise noch Tickets verfügbar sind. In den Suchergebnissen können diese Eventdaten direkt angezeigt werden, etwa mit Termin, Standort oder Preis. Das erhöht die Sichtbarkeit und erleichtert potenziellen Teilnehmern die Orientierung.
Jobangebote auf Websites lassen sich ebenfalls mit strukturierten Daten eindeutig kennzeichnen. Dadurch wird klar ersichtlich, dass es sich um eine konkrete Stellenanzeige handelt, inklusive Informationen wie Position, Standort, Beschäftigungsart oder Veröffentlichungsdatum. So können die Stellen in speziellen Job-Ergebnissen erscheinen. Das erhöht die Sichtbarkeit bei aktiv suchenden Bewerbern und verbessert die Auffindbarkeit der Anzeige deutlich.
Werden Videos auf der Website eingebunden, können zentrale Informationen wie Titel, Beschreibung, Vorschaubild und Laufzeit strukturiert ausgezeichnet werden. Dadurch ist eindeutig definiert, worum es im Video geht und wie lang es dauert. So kann das Video mit einem Vorschaubild und Zeitangabe dargestellt werden, teilweise sogar mit hervorgehobenen Abschnitten.
Strukturierte Daten werden in einem standardisierten Format direkt im HTML-Code der jeweiligen Seite eingebunden, um Suchmaschinen die zusätzlichen, klar definierten Informationen bereitzustellen. In der Praxis erfolgt die Umsetzung meist im JSON-LD-Format – das ist auch die von Google bevorzugte Variante. Dabei werden die passenden Schema.org-Begriffe in einem separaten <script>-Block hinterlegt. Dieser kann im <head>- oder <body>-Bereich der Seite eingebunden werden.
Um zu prüfen, ob strukturierte Daten korrekt eingebunden sind und keine doppelten oder widersprüchlichen Markups existieren, sollten sie regelmäßig getestet werden. Dafür stehen verschiedene Tools zur Verfügung:

Tim Selzer
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