Der Cost per Lead, auf Deutsch Kosten pro Lead, zeigt, was ein potenzieller Kunde kostet, der seine Kontaktdaten hinterlassen hat. Ein Lead kann eine Kontaktanfrage über ein Formular sein, eine Terminbuchung, ein Anruf, eine Registrierung für ein Webinar oder der Download eines Whitepapers gegen E-Mail-Adresse. Entscheidend ist, dass aus dem Kontakt ein Gespräch mit dem Vertrieb entstehen kann.
Der CPL ist ein Spezialfall des Cost per Acquisition (CPA): Die Conversion ist hier kein Kauf, sondern ein Kontakt, aus dem später ein Auftrag werden kann. Deshalb ist er vor allem dort wichtig, wo Produkte oder Dienstleistungen nicht direkt online gekauft werden, etwa im B2B, im Handwerk, bei Kliniken, Immobilien oder Finanzdienstleistern.
CPL = Werbekosten ÷ Anzahl der Leads
Gibt ein Unternehmen im Monat 2.400 € für Google Ads aus und erhält 40 Anfragen, liegt der CPL bei 60 €. Die Kennzahl lässt sich pro Kanal, Kampagne oder Anzeige berechnen. So wird sichtbar, wo Leads besonders günstig entstehen und wo das Budget wenig bringt. Wichtig ist, nur echte Anfragen zu zählen: Testeinträge, Spam und doppelte Formulare sollten herausgefiltert werden, bevor der CPL bewertet wird.
Nicht jeder Lead ist gleich viel wert. Ein Newsletter-Eintrag ist schnell gemacht, eine konkrete Angebotsanfrage zeigt echtes Kaufinteresse. Viele Unternehmen unterscheiden deshalb zwischen Marketing Qualified Leads, die grundsätzlich passen, und Sales Qualified Leads, die der Vertrieb als echte Verkaufschance einstuft. Je nachdem, welche Stufe gemessen wird, fällt der CPL sehr unterschiedlich aus. Für die Kampagnensteuerung sollte deshalb immer klar definiert sein, welche Art von Anfrage als Lead zählt, und dieselbe Definition in Google Ads, Meta und dem CRM verwendet werden.
Der CPL unterscheidet sich oft stark zwischen den Kanälen. Suchanzeigen erreichen Menschen mit konkretem Bedarf, die Leads sind dort häufig teurer, aber kaufbereiter. Social Ads wecken Interesse bei Menschen, die noch nicht aktiv suchen, und bringen oft günstigere, aber weniger konkrete Anfragen. Ein fairer Vergleich gelingt deshalb erst, wenn neben dem CPL auch die Abschlussquote je Kanal betrachtet wird.
Ob ein CPL gut ist, hängt davon ab, was ein Lead wert ist. Dafür brauchst du zwei Zahlen aus dem Vertrieb: den durchschnittlichen Deckungsbeitrag pro Auftrag und die Abschlussquote, also wie viele Leads tatsächlich zu Kunden werden.
Lead-Wert = Deckungsbeitrag pro Auftrag × Abschlussquote
Ein Beispiel: Ein Anbieter von Photovoltaikanlagen verdient pro Anlage im Schnitt 3.000 € Deckungsbeitrag. Jede achte Anfrage führt zum Auftrag. Ein Lead ist also rund 375 € wert. Ein CPL von 90 € ist damit profitabel, auch wenn er auf den ersten Blick hoch wirkt. Wichtig ist, dass dieser Lead-Wert auch an Google und Meta übermittelt wird, damit die Plattformen nicht nur auf viele, sondern auf wertvolle Anfragen optimieren. Noch genauer wird es, wenn qualifizierte Leads und tatsächliche Aufträge später aus dem CRM als Offline-Conversions an Google und Meta zurückgespielt werden. Dann lernen die Algorithmen, welche Anfragen wirklich zu Umsatz führen. Wie wir Leadgenerierung messbar machen, zeigt unsere Seite zum Performance Marketing.
Wie die Kosten pro Lead mit dem Klickpreis und der Abschlussrate zusammenhängen, erklären die Beiträge zum Cost-per-Click (CPC) und zur Conversion-Rate.
FAQ

Tim Selzer
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