|8 Minuten Lesezeit|30. Juli 2026
Eine neue Website ist mehr als ein neues Design. Neue Struktur, neue Technik, neue Inhalte, und das alles gleichzeitig. Jede dieser Veränderungen kann schiefgehen, wenn niemand systematisch draufschaut. Schlechtere Rankings, weniger Anfragen, frustrierte Nutzer, verlorenes Vertrauen in die eigene Marke. Mit einer professionellen Agentur an deiner Seite sinkt das Risiko deutlich. Wir wissen genau, was zu tun ist, Phase für Phase, vom ersten Kickoff bis zu den Wochen oder Monaten nach dem Launch. Deshalb haben wir diese Website Relaunch Checkliste zusammengestellt – für eine neue Website, die nicht nur gut aussieht, sondern auch funktioniert.

Bevor ein Webdesign entsteht oder eine Zeile Code geschrieben wird, passiert die wichtigste Arbeit. Kläre zuerst, warum die alte Website nicht mehr reicht und was die neue besser machen soll. Ohne diese Antwort fehlt die Grundlage für jede spätere Entscheidung. Diese Phase dauert oft länger als gedacht, aber genau das ist gut so. Wer hier Zeit spart, zahlt sie später doppelt zurück, mitten in der Umsetzung oder nach dem Launch.
Lege fest, was der Website Relaunch erreichen soll. Mehr Leads, bessere Ladezeiten oder ein neues Markenbild verlangen unterschiedliche Prioritäten bei Design, Technik und Content. Schreib die Ziele konkret und messbar auf, zum Beispiel als Zielwert für Anfragen pro Monat oder als maximale Ladezeit. Genauso wichtig ist, für wen die Seite eigentlich gemacht ist. Prüfe, ob deine Zielgruppe heute noch dieselbe ist wie bei der Erstellung der bisherigen Website. Ohne diese klaren Definitionen diskutiert das ganze Team am Ende über Meinungen statt über Ergebnisse. Geschmack lässt sich nicht messen. Ergebnisse schon.
Schau dir an, was die stärksten Wettbewerber in deiner Branche besser machen, zum Beispiel bei Design, Struktur oder Inhalten. Prüfe außerdem bei Google und in der KI-Suche, welche Konkurrenten dort auftauchen. Das zeigt dir, wo die Konkurrenz steht und wo für dich noch Potenzial liegt. Nutze die Analyse als Ausgangspunkt für eigene Entscheidungen, nicht als Vorlage zum Kopieren.
Gehe deine aktuelle Seite noch einmal durch. Welche Themen sind nach wie vor wichtig? Welche werden nicht mehr benötigt? Welche fehlen vielleicht noch? Am Ende weißt du genau, was deine neue Website transportieren muss.
Wenn du grundlegend weißt, was deine Website transportieren soll, kannst du die Architektur planen. Noch nicht mit fertigen Inhalten, sondern mit der Frage, welche Seiten überhaupt benötigt werden. Produktseiten? Anwendungsseiten? Interaktive Tools? Ein Blog? Ein Karrierebereich mit Bewerberformular? Je früher das geplant ist, desto weniger muss später umgebaut werden.
Entscheide, mit welchem CMS und welcher Technik dahinter die neue Website laufen soll. Beliebte Systeme sind zum Beispiel Prismic, WordPress oder Shopify für Online-Shops. Je nach Ziel und Bedarf passt aber jeweils ein anderes besser. Prüfe also frühzeitig, ob das System deine geplanten Funktionen abbilden kann.
Wenn du weißt, wo die Reise hingehen soll, geht es jetzt ans Wie. Design ist oft der emotionale Teil eines Relaunchs. Das, was man sieht. Logo, Schrift, Farben, alles, was dein Unternehmen widerspiegelt. Trotzdem ist gutes Webdesign keine reine Geschmacksfrage. Es ist eine Mischung aus Emotion und Fakten, aus dem, was gefällt, und dem, was nachweislich funktioniert.
Oft geht es bei einem Website Relaunch nicht um eine komplett neue Corporate Identity, sondern um eine Modernisierung, zum Beispiel bei Farben und Schrift. Lege angepasst an die Zielgruppe Bildsprache, Farben und Typografie fest und berücksichtige dabei auch Barrierefreiheitskriterien wie ausreichende Kontraste. Fertig ist das Webdesign an dieser Stelle noch nicht. Nur die Richtung steht.
Aus dem Konzept entsteht jetzt das vollständige Webdesign mit allen wichtigen Elementen und ersten Beispielseiten. Dazu gehören Header, Überschriften, Textblöcke, Buttons und die Positionierung von Bildern und Videos. Richte den Aufbau an der Customer Journey aus und optimiere gezielt für Conversions. Dabei geht es nicht nur ums gute Aussehen, sondern auch um psychologische Prinzipien, zum Beispiel dem natürlichen Blickverlauf der Nutzer oder die Wirkung von Vertrauenssignalen direkt neben dem Kontaktformular.
Sobald das Design final freigegeben ist, beginnt die technische Umsetzung. Baue es im besten Fall als wiederverwendbare Templates oder Komponenten im gewählten System, nicht als Einzelanfertigung für jede Seite. Achte dabei von Anfang an auf die Darstellung auf verschiedenen Bildschirmgrößen, auf Ladezeiten und auf sauberen, barrierefreien Code, zum Beispiel für Tastaturbedienung und Screenreader.
Die Produkte und Dienstleistungen sollen auf der neuen Website natürlich ihren Platz bekommen, genauso wie die Menschen und Werte hinter dem Unternehmen. Das Wichtigste ist aber, was die Zielgruppe wirklich interessiert und sucht. Deshalb gehört SEO von Anfang an als fester Bestandteil in jeden Website-Relaunch. Denn so gut die neue Seite auch aussieht, ohne Sichtbarkeit in der Suche sieht sie am Ende niemand.
Bei einem Website Relaunch ist es nicht ungewöhnlich, dass Rankings verloren gehen, besonders wenn viel inhaltlich verändert wird. Schau dir deshalb den aktuellen Stand an, welche Rankings es gibt und welche davon erhalten bleiben sollen. Recherchiere gleichzeitig neue oder relevantere Keywords. Das bildet einerseits die Grundlage für die neuen Inhalte und liefert andererseits die Momentaufnahme, an der sich später messen lässt, was der Relaunch in Hinblick auf SEO bewirkt hat.
Prüfe, ob die bisherigen Keywords überhaupt noch zu den aktuellen Zielen passen oder ob gezielt neue Rankings angepeilt werden sollen. Gleiche die recherchierten Keywords mit den Produkten und Leistungen ab und lege fest, welches Keyword auf welche Seite gehört. Berücksichtige dabei auch bestehende Vorgaben oder Briefings, falls vorhanden.
Jetzt entsteht aus den Design-Komponenten die eigentliche Seite. Fülle sie mit zielgruppenorientierten Texten, in Kombination mit Bildern, Videos und weiteren Elementen. Schreib klar und deutlich, nicht nur für Menschen, sondern auch für Crawler von Suchmaschinen und KI-Systemen. Vergiss dabei Meta Title und Description nicht, denn das ist oft das Erste, was Nutzer von deiner Website überhaupt sehen.
Die Website sieht gut aus und ist mit Inhalten gefüllt. Jetzt zählt, dass sie auch technisch einwandfrei funktioniert und überhaupt gefunden wird. Das schönste Design nützt nichts, wenn Google die neue Seite nicht crawlen kann oder alte Links ins Leere laufen.
Durch das Crawlen der alten Seite bekommst du eine vollständige Übersicht über alle bestehenden URLs. Gleiche diese Liste mit der neuen Seitenstruktur ab und lege bei nicht übereinstimmenden URLs für jede alte URL fest, auf welche neue Seite sie weitergeleitet werden soll. Vor allem Seiten mit wertvollen Backlinks dürfen dabei auf keinen Fall ins Leere laufen. Leite im Idealfall auf eine thematisch verwandte Seite weiter, im Notfall auf die Startseite.
Damit Crawler deine Seite überhaupt lesen können, sind ein paar technische Anpassungen notwendig und fester Bestandteil jeder Website Relaunch Checkliste. Dazu gehören zum Beispiel das Hochladen der Sitemap in der Google Search Console, das Prüfen der robots.txt und das Setzen von Canonical Tags. Entferne zudem kurz vor dem Go-live jedes noindex-Tag aus der Entwicklungsphase, sonst bleibt die neue Seite für Google unsichtbar.
Damit du später überhaupt siehst, ob du die Ziele deines Website Relaunchs erreicht hast, richte beispielsweise Google Analytics oder weitere Tracking-Tools auf der neuen Seite ein, bevor sie live geht. Verbinde außerdem einen DSGVO-konformen Cookie-Banner, der Skripte zuverlässig blockiert, bis eine Zustimmung vorliegt. So sammelst du von der ersten Minute an Daten und läufst nicht ohne rechtssichere Einwilligung.
Sobald alles geprüft ist, kann die neue Seite online gehen. Technisch bedeutet das meist, dass der DNS-Eintrag auf den neuen Server umgestellt wird oder die neue Version über die Deployment-Pipeline veröffentlicht wird. Stoße danach in der Google Search Console gegebenenfalls die Indexierung der wichtigsten Seiten manuell an, damit Google sie schneller erfasst.
Die neue Website ist live. Jetzt zeigt sich, ob die ganze Vorarbeit gehalten hat oder ob sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat. Manche Probleme fallen sofort auf, ein falscher Redirect oder eine fehlende Seite zum Beispiel. Andere zeigen sich erst nach Tagen oder Wochen, etwa wenn Rankings langsam absacken. Deshalb ist der Check direkt nach dem Launch wichtig, laufendes Monitoring aber genauso.
Kontrolliere systematisch, welche Statuscodes die neue Seite tatsächlich ausliefert. Neben 404-Fehlern gehören auch 500er-Serverfehler, Redirect-Ketten oder -Schleifen und versehentlich noch aktive noindex-Tags zu den häufigsten Problemen. Tools wie Screaming Frog helfen dabei, die komplette neue Seite in kurzer Zeit zu crawlen. Prüfe zusätzlich in der Google Search Console, ob die wichtigsten Seiten auch tatsächlich indexiert wurden.
Rufe die komplette Liste der alten URLs noch einmal auf und prüfe, ob wirklich jede davon mit einem 301 auf eine echte 200er-Seite führt. Das gilt besonders für Seiten, die in der neuen Struktur gar nicht mehr verlinkt sind. in einzelner übersehener Redirect reicht, damit Nutzer oder Google auf einer Fehlerseite landen, obwohl die passende neue Seite längst existiert.
Führe einen Performance-Check durch. Miss die Core Web Vitals der neuen Seite mit echten Nutzerdaten, zum Beispiel über die Google Search Console oder PageSpeed Insights. Vergleiche die Werte mit der alten Seite. Eine langsamere neue Seite ist ein Rückschritt, egal wie gut sie aussieht.
Teste die live geschaltete Seite noch einmal auf echten Geräten und in den gängigen Browsern, Chrome, Safari, Firefox und Edge. Auf der Staging-Umgebung sieht oft nicht alles genauso aus wie live. Kleine Unterschiede in Servereinstellungen oder Caching können das Ergebnis verändern.
Meistens ist das Ziel einer neuen Website, mehr Kunden oder Anfragen zu gewinnen. Wenn das Anfrageformular nicht funktioniert, passiert genau das nicht. Spiele deshalb den kompletten Lead- oder Kaufprozess einmal als echter Nutzer durch, von der ersten Seite bis zur Bestätigungsmail. Läuft alles von vorne bis hinten reibungslos, kannst du mit deiner neuen Website richtig durchstarten.
Entdecke von uns umgesetzte Relaunches


Als Website-Relaunch-Agentur haben wir zahlreiche neue Websites für Unternehmen unterschiedlichster Branchen umgesetzt. Und dafür wurden wir mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem German Web Award, dem Red Dot Award und dem Neuro Design Award. Der Beweis, dass wir wissen, worauf es bei einem erfolgreichen Website Relaunch wirklich ankommt.
Für uns als Website-Relaunch-Agentur ist der Livegang nicht das Ende. Er ist der Anfang. Eine neue Website ist der Startschuss für digitale Sichtbarkeit, nicht schon das Ergebnis. Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit, laufende Suchmaschinen- und KI-Optimierung, das Hinzufügen neuer Inhalte, die Anpassung an Updates und Suchalgorithmen oder die Umsetzung technischer Neuerungen. Wenn das alles gut geplant ist, brauchst du übrigens nicht alle paar Jahre eine neue Website. Aber du solltest sie auch nicht sich selbst überlassen. Deshalb bleiben wir als Agentur auch nach dem Go-live an deiner Seite und sorgen für eine langfristige, erfolgreiche digitale Präsenz.
| Punkt | Was? |
|---|---|
1 | Ziele und Zielgruppe festgelegt |
2 | Wettbewerb analysiert |
3 | Bestehenden Content geprüft |
4 | Neue Seitenarchitektur geplant |
5 | CMS & Technik gewählt |
6 | Design-Konzept festgelegt |
7 | Neues Webdesign ausgearbeitet |
8 | Designkomponenten technisch entwickelt |
9 | SEO-Audit durchgeführt |
10 | Website-Inhalte geplant |
11 | Elemente und Texte eingefügt |
12 | Redirect geplant |
13 | Crawlbarkeit gesichert |
14 | Tracking inkl. Consentbanner eingerichtet |
15 | Neue Website livegeschaltet |
16 | Fehler-Check durchgeführt |
17 | Redirect live getestet |
18 | Performance-Werte gemessen |
19 | Live-Tests durchgeführt |
20 | Lead- oder Kaufprozess getestet |
21 | Weitere Zusammenarbeit mit der Agentur gesichert |
Diese Website Relaunch Checkliste deckt die wichtigsten Punkte ab, die für die meisten Relaunches gelten. Trotzdem ist keine Website wie die andere. Je nach Branche, Zielgruppe und Geschäftsmodell kommen oft weitere Aspekte dazu – von speziellen Schnittstellen über branchenspezifische rechtliche Anforderungen bis zu individuellen Funktionen wie Kundenportalen oder Konfiguratoren. Eine allgemeine Checkliste kann das nicht vollständig abbilden. Deshalb setzen wir bei Exportarts auf eine individuelle Beratung und eine passgenaue Umsetzung, statt starre Vorgaben einfach abzuarbeiten. Meld dich gerne bei uns und vereinbare ein unverbindliches, kostenfreies Erstgespräch. Dann checken wir gemeinsam das Potenzial deiner Website.
Podcast
Willst du noch mehr Insights?
In dieser Folge unseres Online Marketing Podcasts sprechen wir darüber, warum individuelle Webseiten so viel mehr können als Baukastensysteme. Wir erklären, welche Vorteile sich langfristig ergeben und warum sich die Investition wirklich lohnt.

Über den Autor
Weitere Artikel zu diesem Thema


Lisa Theobald
Deine Startseite entscheidet in Sekunden, ob Besucher bleiben. Wir zeigen dir Must-Haves, sinnvolle Extras und typische Fehler, mit echten Praxisbeispielen, Zahlen und Tipps für mehr Anfragen.
12. August 2025|7 Minuten Lesezeit


Mandana Liebelt
Eine Website, die nur aus einer einzigen Seite besteht? Kann sinnvoll sein. Wir zeigen, für wen sich Onepager lohnen und wer lieber auf eine Multi-Page-Website setzen sollte.
30. Juli 2025|8 Minuten Lesezeit


Mandana Liebelt
Vertrauen ist kein Zufall. Mit gezielt eingesetzten Trust Elementen wird deine Website glaubwürdig, überzeugend und wirkt dort, wo es zählt: bei der Kaufentscheidung.
23. Juni 2025|5 Minuten Lesezeit

Tim Selzer
Lass uns durchstarten!
Lass uns die Einzelheiten deines Projekts doch einfach persönlich besprechen. Du kannst uns dazu entweder anrufen oder eine unverbindliche Kontaktanfrage stellen.
